Gemeinsam für den Ernstfall vorbereitet

Coesfeld. Wie können Kommunen widerstandsfähiger gegenüber Krisen werden? Wie gelingt die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure im Ernstfall? Und welche Ressourcen stehen vor Ort zur Verfügung? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden beim dritten Treffen des Runden Tisches Bevölkerungsschutz Coesfeld am vergangenen Donnerstagabend.

Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Feuerwehr, THW, DRK, Polizei, DLRG, BRH sowie KVK nutzten den Abend, um sich zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für die gemeinsame Arbeit im Bevölkerungsschutz mitzunehmen.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt war das Forschungsprojekt KRISENFIT – Kommunen fit für Krisen machen. Alexandra Schmitt von der Bergischen Universität Wuppertal stellte praxisnahe Erkenntnisse aus anderen Kommunen und Kreisen vor, die bereits Erfahrungen in der Bewältigung von Krisenlagen gesammelt haben. Im Mittelpunkt standen bewährte organisatorische Strukturen, typische Herausforderungen in der Zusammenarbeit sowie erfolgreiche Ansätze zur Stärkung der kommunalen Krisenvorsorge.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die zivil-militärische Zusammenarbeit. Fregattenkapitän Lars Dümmer, Leiter des KVK Coesfeld, erläuterte die Aufgaben des Kreisverbindungskommandos sowie die aktuelle Neuausrichtung des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig abgestimmte Strukturen, klare Kommunikationswege und gegenseitiges Verständnis zwischen zivilen Stellen und der Bundeswehr im Rahmen möglicher Unterstützungsleistungen sind.

Auch der Blick auf vorhandene zivile Ressourcen in Krisenlagen spielte eine wichtige Rolle. Gemeinsam wurde erörtert, wie Fähigkeiten, Ansprechpartner und Unterstützungsangebote künftig noch transparenter erfasst und im Bedarfsfall schneller nutzbar gemacht werden können.

Neben den fachlichen Vorträgen stand vor allem eines im Mittelpunkt: der persönliche Austausch. Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Netzwerke vertieft und gemeinsame Themen identifiziert.

„Krisenvorsorge lebt von Zusammenarbeit. Wenn sich die handelnden Personen kennen und regelmäßig austauschen, ist das ein echter Gewinn für unsere Stadt“, so das Fazit des Koordinationsteams.

Der Runde Tisch Bevölkerungsschutz Coesfeld verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit der lokalen Akteure dauerhaft zu stärken, voneinander zu lernen und gemeinsam auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. Weitere Treffen sind bereits geplant.