Wochenendübung 2011: 30 Grad im Schatten und eine kalte Dusche

Am Freitag, den 2.9.2011 war es nach zwei Jahren wieder soweit. Der THW Ortsverband Coesfeld brach gegen 18 Uhr mit einer Kolonne aus 7 Fahrzeugen zur Wochenendübung auf in Richtung Niedersachen. Der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ passt in diesem Fall sehr gut, denn schon auf dem Hinweg wurde geübt. Es galt eine Verband aus 7 Fahrzeugen in einer Kolonne, natürlich beflaggt und mit Blaulicht, an das Ziel zu bringen. Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, immerhin wissen einige Verkehrsteilnehmer und sogar auch Fahrlehrer noch nicht, wie man sich bei einer Kolonne verhält. Die Kraftfahrer mussten ständig aufpassen und haben sich via Funk abgesprochen. Im Zugtrupp-Fahrzeug, welches die Kolonne leitetet, kam daher regelmäßig der Funkspruch „Fahrzeug in der Kolonne“ an.


Das genaue Ziel war Nordhorn. Dort unterhält das THW ein Übungsgelände mit Trümmerkegel, KFZ-Übungsstrecke, Bahngleis, Bunkeranlagen, Teich und diversen weiteren Möglichkeiten um Praxis- und Realitätsnah zu trainieren.
Doch bis es zu den ersten Übungen kommen konnte, mussten die Helferinnen und Helfer erst einmal das Camp aufbauen: Ein Zelt wurde zum Schlafsaal, mittels EGS (Einsatz-Gerüst-System) wurden zwei Duschkammern aufgebaut und auch die Feldküche wurde hergerichtet. Der Aufbau war in dieser Form Neuland für die meisten Helferinnen und Helfer, trotzdem stand die Infrastruktur für das Wochenende planmäßig gegen 23 Uhr.
Tim von Holdt, der ehemalige Ortsbeauftragte aus Coesfeld, hatte passend zum Abschluss der Aufbaumaßnahmen das Abendessen fertig, so das die Helferinnen und Helfer aus Coesfeld sich sofort stärken konnten. Bei einem Lagerfeuer konnte der Abend anschließend gemütlich ausklingen.
Am nächsten morgen ging es pünktlich um 8 Uhr morgens los. Nach dem Frühstück wurden verschiedene Übungen gefahren. Eine Aufgabe war es, einen durchweichten Deich mit Sandsäcken zu stabilisieren, eine andere Aufgabe einen entgleisten Kesselwagen der Bahn aufzugleisen. Bei knapp 30 Grad eine sehr schweißtreibende Aufgabe. Kistenweise wurde Wasser zu den Übungsplätzen gebracht.
Auch die Grundausbildung hatte ein volles Programm. Am Samstagmorgen wurde Theorie im MTW (Manschaftstransportwagen) vermittelt, am Nachmittag wurde an verschiedenen Stellen die Stein- und Metallbearbeitung in der Praxis ausgebildet.
Auf einer großen Übungsstrecke mit verschiedenen Hindernissen konnten die Kraftfahrer des Ortsverbandes vom Bereichsausbilder Kraftfahrer trainiert werden. Eine Gelegenheit, die sich sonst leider nur selten bietet.
Abends waren dann die ungeheizte und morgens noch verhasste eiskalte Dusche so begehrt, das sich sogar kleine Schlangen gebildet haben.
Nach einem anstrengenden Tag waren die Plätze am Lagerfeuer schnell besetzt und die durchgeführten Übungen konnten gemütlich besprochen werden.
Sonntag morgen musste die Grundausbildung noch einmal ordentlich zupacken: Der am Tag vorher aufgegleiste Kesselwagen musste mit Greif- und Kettenzug bewegt werden. Währenddessen wurde das Camp wieder abgebaut und das Material wieder auf die Fahrzeuge geladen, so das sich die Kolonne gegen Mittag wieder in Richtung Heimat in Bewegung setzten konnte.

Ein besonderer Dank geht an die Organisatoren und an unseren ehemaligen Ortsbeauftragten der uns mal wieder erstklassige Mahlzeiten aus der Feldküche zauberte!

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