THW Coesfeld unterstützt den Aufbau einer weiteren Notunterkunft

Bezirksregierung richtet Notunterkunft in Dreifachturnhalle ein

Bis zu 150 Flüchtlinge sollen möglicherweise schon ab Freitag in der Dreifachturnhalle „Halle I“ am Schulzentrum untergebracht werden. Es handelt sich um eine vorübergehende Notunterkunft des Landes.

Münster/Coesfeld, 15.09.2015. Die Bezirksregierung Münster hat die Stadt Coesfeld am Montag aufgefordert, möglichst bis Freitag 150 Notunterbringungsplätze für das Land in Coesfeld einzurichten. Der anhaltende Strom der Flüchtlinge erfordere weitere Notunterkünfte und ein schnelles Handeln, um Obdachlosigkeit zu vermeiden.

Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann zeigt Verständnis für die Notlage des Landes. „Jeder muss seinen Beitrag leisten, um der großen Herausforderung gerecht zu werden. Wir haben daher nach einer geeigneten Unterbringungsmöglichkeit gesucht. Es kam letztlich nur eine Dreifachturnhalle am Schulzentrum in Betracht.“ In Abstimmung mit den Schulleitungen und dem DRK-Kreisverband, der die Notunterkunft betreiben soll, wurde nach Abwägung aller Aspekte die Halle 1 festgelegt.

Alle nutzenden Sportvereine haben heute, 15.09. eine schriftliche Information erhalten, dass die Halle ab sofort nicht mehr für Sportzwecke zur Verfügung steht. „Wir bedauern sehr die Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport und hoffen auf das Verständnis der Beteiligten“, teilt Dr. Thomas Robers mit, zuständiger Beigeordneter sowohl für den Bereich Soziales als auch für den Bereich Sport. Zugleich bedankt er sich für die sehr verständnisvolle Reaktion und Bereitschaft der Schulleitungen im Schulzentrum, diese Notsituation konstruktiv zu begleiten und die Stadt zu unterstützen.

Mit Blick auf die am 14. November stattfindende CoeMBO verspricht er: „Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um die Auswirkungen möglichst gering zu halten.“

Die Betreuung der Flüchtlinge wird erneut vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Coesfeld, koordiniert. Bei der Vorbereitung der Räume wirken die Freiwillige Feuerwehr Coesfeld, das THW (Beleuchtung) und auch die Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Schulen u.a. bei der Verlegung des Bodens tatkräftig mit. „Allen Beteiligten Helfern möchten wir jetzt schon herzlich danken“ betont Dr. Robers. Das gelte in besonderem Maße dem DRK-Kreisverband, der sich trotz immenser Belastung bereit erklärt hat, auch diese Notunterkunft zu betreiben.

Am Freitag, 19.09., bzw. am Montag, 21.09. werden die ersten Flüchtlinge erwartet.

Die bisher zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzte Turnhalle des Kreises Coesfeld am Pictorius Berufskolleg kann nicht mehr genutzt werden, weil schon beauftragte Baumaßnahmen nun unbedingt durchzuführen sind. Diese Notunterkunft wird daher aufgelöst. Die letzten Flüchtlinge haben die Pictorius-Turnhalle am 15.09. verlassen.

Quelle: http://www.coesfeld.de/

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