Retter gemeinsam aktiv

Gemeinsam sind wir stark: Die Nottulner Feuerwehr hat am Montagabend zusammen mit dem THW Coesfeld eine Brandschutzübung durchgeführt.

Bei einer ungewöhnlichen Übung mussten am Montagabend Nottulns Feuerwehrmänner ihren hohen technischen Ausbildungsstand beweisen. Dazu hatten die beiden Hauptbrandmeister Hartmut Blakert und Rainer Niemann einen Einsatzplan entwickelt, nach dem Menschenleben gerettet und der Brand eines Hauses zügig gelöscht werden musste, dies aber unter besonders schwierigen Verhältnissen. Denn es ging um ein baufälliges, einsturzgefährdetes Gebäude . . .

Die angenommene Brandstelle war das alte, abbruchreife Haus an der Burgstraße 17 mit der angrenzenden einstigen Schmiede. Zwar zog kurz nach 19 Uhr dichter Qualm aus den Fensterhöhlen, doch dies nur, um den Einsatz zu dramatisieren. Und dann fuhr das Nottulner Löschkommando mit seinem gesamten roten Equipment vor. Sofort hinein ins Gebäude durften die Feuerwehrleute aber nicht. „Achtung! Die Decken sind einsturzgefährdet, sie müssen erst gestützt werden“, hieß es. Das ist eine Aufgabe für das Technische Hilfswerk (THW).

Für die Übung am Montagabend hatten die Planer daher eine Einsatzgruppe des THW Coesfeld nach Nottuln eingeladen. So bauten sich die „Blauen Riesen“ einmal bei Denter und einmal nahe der WN-Redaktion auf – damit war der Durchgangsverkehr auf der Burgstraße ausgeschaltet. Und auf welche Technik das THW sonst noch zurückgreifen kann, zeigte sich bald vor dem Hause Knaup. Denn hier parkten die THW-Männer einen mobilen Stromgenerator mit einem Lichtfluter, der auch in einem Fußballstadion beeindruckt hätte.

Doch nicht nur das THW hatte moderne Ausstattung dabei, auch der Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr Nottuln strotzte im Innern mit absolut neuer, beeindruckender Ausstattung. Von hier aus koordinierten Blakert und Niemann nun das Vorrücken der einzelnen Löschtrupps, die über blitzschnell gelegte Schlauchleitungen dem „Brand“ von allen Seiten zu Leibe rückten.

Die Anwohner und Zuschauer auf den Gehwegen jedenfalls zeigten unverhohlene Anerkennung für ihre Nottulner Feuerwehr. Und deren Chef, Löschzugführer Uli Jenning, der diesmal als „Oberschiedsrichter“ fungierte, zeigte sich sehr zufrieden mit seinen Männern.

Zufrieden waren auch die Hauseigentümer: „Hier soll in nächster Zeit sowieso ein Neubau mit sechs Wohneinheiten entstehen. Alles was die Feuerwehr übrig lässt, wird eh abgerissen.“

Quelle: Westfälische Nachrichten, Nottuln

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